Fossile Bindemittel
Potsdam, Brandenburg
Jahr: 2023 – 2025
Forschung zu zementfreien Bindemitteln: Nachhaltige Alternativen für die Bauindustrie
Zement ist für 7–9 % der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich (Sobek, Non Nobis, 2022). Gemeinsam mit dem Baustofflabor der FH Potsdam wurde in diesem Forschungsprojekt die Anwendung von alkalisch aktivierten Bindemitteln als Alternative zu Zement untersucht. Basis ist der Reststoff Hüttensandmehl, fein gemahlene Hochofenschlacke, die als Bindemittel genutzt wird. Ziel des Projekts war es, Haltbarkeit, Herstellbarkeit und gestalterische Qualität eines solchen Materials zu testen. Entwickelt wurde ein schindelartiges Produkt für Fassaden- und Dachbedeckungen.
Ein Versuchsstand auf dem Hochschulgelände der FH Potsdam erfasst seit 2024 über Sensoren Temperatur-, Feuchte- und Verformungswerte der Prototypen. Zusätzlich werden quartalsweise Materialproben auf ihre Festigkeit geprüft. Die Forschung basiert auf der Doktorarbeit von Janis Moye und wird durch die IBB Berlin gefördert.
Die chemischen Eigenschaften der alkalisch aktivierten Bindemittel eröffnen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Sie zeigen eine hohe Beständigkeit gegen Chloride und Sulfate und eignen sich daher für Instandsetzungen von Tiefgaragen und Klärwerken. Zudem weisen sie eine gute Haftung an Stahl und Zementmörteln auf. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Frost-Tau-Wechseln macht sie vielversprechend für frei bewitterte Bauteile.
Die Bauchemie dieser Bindemittel gilt als weitgehend ausgereift. Die Messungen aus 2024 werden weitere Erkenntnisse zur langfristigen Beständigkeit liefern. Mit diesen Eigenschaften leisten alkalisch aktivierte Bindemittel einen potenziell großen Beitrag zum nachhaltigen Bauen.
Fossile Bindemittel
Potsdam, Brandenburg
Jahr: 2023 – 2025
Forschung zu zementfreien Bindemitteln: Nachhaltige Alternativen für die Bauindustrie
Zement ist für 7–9 % der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich (Sobek, Non Nobis, 2022). Gemeinsam mit dem Baustofflabor der FH Potsdam wurde in diesem Forschungsprojekt die Anwendung von alkalisch aktivierten Bindemitteln als Alternative zu Zement untersucht. Basis ist der Reststoff Hüttensandmehl, fein gemahlene Hochofenschlacke, die als Bindemittel genutzt wird. Ziel des Projekts war es, Haltbarkeit, Herstellbarkeit und gestalterische Qualität eines solchen Materials zu testen. Entwickelt wurde ein schindelartiges Produkt für Fassaden- und Dachbedeckungen.
Ein Versuchsstand auf dem Hochschulgelände der FH Potsdam erfasst seit 2024 über Sensoren Temperatur-, Feuchte- und Verformungswerte der Prototypen. Zusätzlich werden quartalsweise Materialproben auf ihre Festigkeit geprüft. Die Forschung basiert auf der Doktorarbeit von Janis Moye und wird durch die IBB Berlin gefördert.
Die chemischen Eigenschaften der alkalisch aktivierten Bindemittel eröffnen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Sie zeigen eine hohe Beständigkeit gegen Chloride und Sulfate und eignen sich daher für Instandsetzungen von Tiefgaragen und Klärwerken. Zudem weisen sie eine gute Haftung an Stahl und Zementmörteln auf. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Frost-Tau-Wechseln macht sie vielversprechend für frei bewitterte Bauteile.
Die Bauchemie dieser Bindemittel gilt als weitgehend ausgereift. Die Messungen aus 2024 werden weitere Erkenntnisse zur langfristigen Beständigkeit liefern. Mit diesen Eigenschaften leisten alkalisch aktivierte Bindemittel einen potenziell großen Beitrag zum nachhaltigen Bauen.